Auf der ARA Obersee in der Grossen Allmeind steht seit kurzem ein neuer Gasspeicher. Der bisherige Glockengasbehälter ist an sein Lebensende gelangt und wurde durch einen modernen Membranspeicher mit dreifachem Volumen ersetzt.

Von Weite sichtbar ist die neue kugelförmige Konstruktion auf der ARA Obersee. Was wie eine Satellitenstation anmutet, ist ein neuer Membranspeicher. Der alte Gasometer, in der Fachsprache Glockengasbehälter, bestand aus einer Wassertasse einer umgestülpten Stahlhaube, geführt mit Schienen. Je nach Gasanfall bewegte sich die Haube durch den Druck des in Faulbehältern entstandenen Klärgas auf und ab. Durch das Eigengewicht erzeugte er den Vordruck für die nachgeschalteten Verbraucher. Der Behälter besteht seit der Inbetriebnahme der Faulung in den Siebziger-Jahren.

Der neue Gasometer ist ein Membranspeicher, der aus zwei kugelförmigen Gummimembranen besteht. Die äussere, sichtbare Membrane wird mit Luft und einem Druck von 28 Millibar aufgeblasen. Die innere Membrane füllt sich je nach Gasanfall mit Klärgas gegen den Luftdruck der äusseren Membrane. Mit dem Ersatz wurde auch das Speichervolumen von 150 auf 540 m3 erhöht.

Auf der ARA Obersee wird seit rund acht Jahren das Klärgas der Energie Zürichsee-Linth übergeben. Diese entfernt das CO2 und leitet das gereinigte Gas in das Erdgasnetz ein, um es andernorts als erneuerbares Biogas anzugeben.

Die ARA Obersee an der süd-östlichen Ecke des Schmerkner Gemeindegebiets ist ein Gemeinschaftswerk der St. Galler Gemeinden Schmerikon, Uznach, Kaltbrunn und Gommiswald sowie der Schwyzer Gemeinde Tuggen.