Die Gemeinde Schmerikon hat in den vergangenen Jahren die Zahl der Abfallbehälter im öffentlichen Raum stark erweitert. Sie hat hierbei den geänderten Verhalten der Menschen entsprochen, die den öffentlichen Raum zunehmend in der Freizeit nutzen. Jedoch nicht nur die Intensität, sondern auch das Konsumverhalten, durch die Mitnahme von Getränken und Esswaren in entsprechenden Verpackungen hat sich stark gewandelt. Ob nun eine grosszügige Bereitstellung von Entsorgungs- und Verwertungsstationen oder der strikte Appell an die Eigenverantwortung zur Mitnahme der Abfälle nach Hause oder zu einer zentralen Entsorgungsstation zielführender ist, wird selbst unter Fachleuten kontrovers diskutiert.
Unbestritten ist, dass die Abfallbewirtschaftung für den Werkdienst eine grosse Belastung darstellt. Der Gemeinderat hat daher einem Antrag zur Reduktion von Standorten der öffentlichen Abfallbehältern entsprochen. Dadurch werden Entsorgungspunkte gebündelt, die Kosten gesenkt und das Littering gezielt gesteuert. Die systematische Erfassung aller bestehenden Robidog- und Abfalleimer-Standorte hat aufgezeigt, dass es derzeit 67 an der Zahl sind. Obwohl die Nutzungsfrequenzen (Füllmengen) aller Behälter nicht gemessen wurden, sollen nun aufgrund von Erfahrungswerten eine Reduktion der Standorte um rund einen Drittel angestrebt werden. Damit sollen – auch aufgrund der Reduktion der Stellenprozente – durch den Werkdienst die Leerungen effizienter geplant werden können. Erreicht werden soll auch weniger wilde Abfallentsorgung an abgelegenen und unkontrollierten Standorten oder weniger illegale Entsorgung von Hauskehricht.
Im Herbst bzw. spätestens im kommenden Frühjahr daher rund 22 Hundekotbehälter und Abfalleimer entfernt werden. Hierüber und über weitere Geschäfte informiert die Zusammenfassung der Gemeinderatssitzung vom 25. August 2026.